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DBK Demokratische Bürger Kissingen

Blumen gelten in Deutschland als beliebtes Geschenk für allerlei Anlässe. Zu manchen Tagen erreicht die Nachfrage besondere Höhepunkte: Rund um den Valentinstag, Muttertag und zu Weihnachten erzielt der Blumenfachhandel ein Viertel seines gesamten Jahresumsatzes. Allein in der Muttertagswoche werden etwa 125 Millionen Euro mit Schnittblumen umgesetzt, etwa doppelt so viel wie in anderen Wochen. Beliebteste Blume ist mit Abstand die Rose. Ihr Anteil am gesamten Schnittblumen-Verkauf liegt laut Internetquellen bei 40 Prozent. Die deutsche Blumenproduktion kann die heimische Nachfrage nicht befriedigen, gut 80 Prozent der hierzulande verkauften Schnittblumen werden aus Entwicklungsländern importiert, darunter etwa eine Milliarde Rosen.

Die Arbeitsbedingungen auf vielen Blumenfarmen der Entwicklungsländer sind oft von niedrigen Löhnen, schlechten Arbeitsbedingungen und hohem Einsatz von zum Teil hochgiftigen Pflanzenschutzmitteln geprägt. Institute wie Ökotest testen immer wieder in deutschen Märkten gekaufte Rosensträuße auf giftige Schadstoffe – und werden leider fast immer fündig. Für die Käufer in Europa stellt dies zwar keine unmittelbare Gefahr dar – sehr wohl aber für Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Blumenfeldern, wenn sie nicht ausreichend geschützt werden. Der hohe Einsatz giftiger Chemikalien kann bei fehlender Schutzkleidung zu Langzeitfolgen wie Asthma und Hautreizungen bis hin zu Fehlgeburten führen. Den meisten Arbeiterinnen sind diese Risiken aber im Vorhinein gar nicht bekannt.

Auf Fairtrade-zertifizierten Blumenfarmen werden die Blumen nach klar definierten sozialen und ökologischen Standards gezüchtet. Das bedeutet Mindestlöhne, sichere soziale Grundrechte, Gewerkschaftsfreiheit, Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit, Gesundheitsschutz, Schutz der Umwelt. Nur dann werden sie von entsprechenden Inspekteuren zertifiziert.

2014 wurden in Deutschland geschätzte 340 Mio. Fairtrade-Blumen verkauft, ein Plus von 5 % gegenüber dem Vorjahr. Damit konnten rund 1,9 Mio. Euro Prämiengelder für die Arbeiterinnen und Arbeiter auf den zertifizierten Blumenplantagen generiert werden. Indem wir beim Kauf von Rosen und anderen Schnittblumen nach solchen aus fairem Handel fragen und auch nur diese kaufen, leisten wir einen ganz persönlichen Beitrag zu einer gerechteren Welt und erfreuen nicht nur die Herzen unserer Lieben, sondern auch derjenigen, die durch ihre Arbeit den Blumenstrauß überhaupt erst möglich gemacht haben.

 

Von Susanne Wahler-Göbel

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