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DBK Demokratische Bürger Kissingen

Es sind nur noch wenige Tage bis zu Wahl eines neuen Kissinger Oberbürgermeisters und eines neuen Stadtrats. Dann ist die Wahl entschieden und die Weichen für sechs Jahre Stadtpolitik in Bad Kissingen sind gestellt. Aber stimmt das so? Nicht ganz. Denn wir können täglich neu wählen und uns entscheiden, indem wir uns fragen:

Was können wir zusammen in Bad Kissingen politisch und gesellschaftlich erreichen, ohne uns zu verzetteln, zu erschöpfen oder zu frustrieren? Und wie?

In einer Zeit, in der Burnout kein englisches Fremdwort mehr ist und selbst Manager für sich Meditation entdecken, brauchen wir ein neues Denken, Sprechen und Handeln in allen Bereichen des Lebens, auch und gerade in Politik und Wirtschaft, und sei es in der kleinsten Kommune. Das ist nötig, weil die Zukunft unserer Erde vor so noch nicht gekannten Herausforderungen steht, weil die Menschheit eine globale Zeitenwende erlebt, weil viele Menschen schlichtweg unglücklich, unzufrieden und überfordert mit ihrem Leben sind.

Auf diese Tatsache hat auch Papst Franziskus in einem viel beachteten Schreiben hingewiesen: „Die große Gefahr der Welt von heute mit ihrem erdrückenden Konsumangebot ist eine individualistische Traurigkeit, die aus einem bequemen begehrlichen Herzen hervorgeht.“ Wenn der Mensch sich in seinen eigenen Interessen verschließe, gebe es in ihm keinen Raum mehr für andere Menschen, so der Papst. Franziskus schreibt weiter: „Jeder ist Träger menschlicher Würde. Und dabei hängt es von jedem ab, wie die Qualität unserer Gemeinschaft ist. Wir müssen uns fragen, ob wir in unserem Kleinen dazu beitragen, sie lebenswert, ordentlich, gastfreundlich zu machen.” Wer offizielle Positionen einnehme, meint der Papst, trage sicherlich besondere Verantwortung. „Aber jeder von uns ist mitverantwortlich - im Guten, wie im Schlechten.”

Mit einem neuen Denken, Sprechen und Handeln beginnen im Kleinen entscheidende Veränderungen. Daraus folgt: Wir alle sind Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt Bad Kissingen und jeder einzelne entscheidet jeden Tag mit, wie wertschätzend und unterstützend wir uns an unseren Wohnorten begegnen und welche Atmosphäre Gäste, Touristen oder Reha-Patienten hier vorfinden.

Achtsamen und bewussten Menschen, die sich auf neue Wege trauen, gehört die Zukunft. Das meint auch Schwäche zeigen können, Fehler eingestehen, sich verletzlich machen. Authentisch sein. Achtsamkeit ist kein Modewort, auch wenn es derzeit leider manche Medien so propagieren. Die Erfahrung von Achtsamkeit, die aufmerksame Haltung im Augenblick, im „Hier und Jetzt“, ist so alt wie die Menschheit selbst. Und immer mehr Menschen wollen diese Haltung wieder oder neu kennenlernen und üben, weil sie sich nach innerem Frieden sehnen.

Eine Politik der Achtsamkeit heißt, auf persönliche Feindbilder und die üblichen politischen Schlagworte wie Wahl-Kampf oder Rede-Duell zu verzichten, um eine neue Aufmerksamkeit zu erreichen. Dazu gehört die Frage, wie wir über andere reden. Hören wir auf, andere für was auch immer zu beurteilen oder zu verurteilen. Wir sind nicht auf der Welt, damit andere uns alles möglichst recht machen. Es gibt keine bösen Menschen, nur Menschen, die ihr Herz oft schon in früher Kindheit warum auch immer verschlossen haben und völlig unbewusst, sich selbst und andere verletzend, durch ihr Leben gehen. Sich über andere zum Beispiel ständig zu ärgern, sich an ihnen „abzuarbeiten“, ist deshalb verschwendete Energie, weil wir Anderen auf diese Weise Macht über unser Leben, unsere Gefühle geben. So lassen wir uns hemmen und ausbremsen, statt kreativ für das einzutreten, was sich für uns stimmig und richtig anfühlt.

Wir haben uns innerhalb der DBK in den vergangenen Wochen und Monaten viele gute Gedanken gemacht und Idee gesammelt. Lasst sie uns angehen und umsetzen zusammen mit allen, die bereit sind, eine menschenfreundliche Stadt mitzugestalten. Heute. Jetzt.

geschrieben von Susanne Wahler-Göbel

 

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